„Da hatte ich nicht mehr dran geglaubt!“

Wetterkapriolen mit Gewitter, starken Regenfällen und viel Wind prägten die Mitteldistanz des Cologne Triathlon Weekends am vergangenen Sonntag. Doch selbst diese denkbar schlechten Voraussetzungen, gepaart mit einer hartnäckigen Schulterverletzung, konnten Dagmar Richter-Müller nicht davon abhalten ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Am Tag zuvor hatte Jürgen Tebrün in einer Staffel und Oliver Runte im Einzel über die Olympische Distanz ebenfalls ein tolles Ergebnis erzielt.

Der Triathlon in Köln bietet eine einzigartige Streckenvielfalt in NRW. In diesem Jahr waren auch Tri-Geckos auf den verschiedenen Distanzen unterwegs. So konnte Jürgen Tebrün am vergangenen Samstag zusammen mit seinen Staffelpartnern Paul Weingart und Alexander Stärk als Team „die Sojaflocken“ einen starken dritten Platz unter 40 gestarteten Staffeln erringen.

Tebrün

Jürgen Tebrün (l.) mit seinen Staffelpartnern

6-Stunden-Marke geknackt – trotz Gewitter, Wind und Regen

Am darauffolgenden Sonntag zeigte der Wettergott in und um Köln leider seine fiese Fratze und so geriet für Dagmar bereits die Zeit vor dem Start zur Geduldsprobe. Blitz und Donner sorgten dafür, dass die Mitteldistanzler erst mit anderthalb Stunden Verspätung um 13:30 Uhr auf die Strecke geschickt werden konnten. Dagmar machte diese Verschiebung anscheinend nicht viel aus und sie bewältigte das Schwimmen trotz Schulterschmerzen und dementsprechend wenigen Trainingskilometern im Wasser sogar schneller als in den Vorjahren. Nach gutem Radfahren auf windiger und regnerischer Strecke und einem Lauf, in dem „der Wurm drin“ gewesen sei, war sie von ihrer Endzeit selbst positiv überrascht. „Da hatte ich nicht mehr dran geglaubt!“ kommentierte sie selbst ihre Zeit von 5:58 Stunden, denn in den letzten beiden Jahren war sie trotz besserer Vorbereitung jeweils nur ganz knapp über der 6-Stunden-Marke geblieben. Doch dieses Mal bedeutete ihre erbrachte Leistung sogar Platz 2 in der Altersklasse W55.

Über den Wolken

Ötzi-Collage

„Über den Wolken“, so müssen sich Ingo Parche und Udo Lüttgen beim diesjährigen Ötztaler Radmarathon gefühlt haben. Die Strecke führte über 238 Kilometer und Rund 5000 Höhenmeter durch Österreich und Norditalien.

Gleich vier Alpenpässe gab es bei dem Radklassiker zu überwinden. Gestartet wurde mit einer rasanten Abfahrt von Sölden nach Ötz zum Einstieg in den Aufstieg zum Kühtai-Pass. In der Spitze warteten am Kühtai-Pass auf die zwei Geckos Rampen von teilweise 19% Steigung.

Weiter ging es über den Brenner und Jaufenpass zum Timmelsjoch. Das Wort Timmel wird auf das alte rätoromanische Wort tömbl zurückgeführt, das einen kleinen Hügel bezeichnete. Eine Beschreibung, mit der sich Ingo und Udo angesichts des fast 30 Kilometer langen Aufstiegs zum höchsten Punkt des Rennens auf 2.509 Metern wohl eher wenig anfreunden konnten.

Ingo beendete das Rennen nach der gut 40 minütigen Abfahrt vom Hügel hinunter nach Sölden in 10:47 Stunden, um im Ziel seinen Vereinskameraden knapp 3 Minuten später in Empfang zu nehmen.